Caldera, Chile – 3.-7. Nov. 2016

Von Calama sind wir weitergereist nach Copiapó und von da am frühen Morgen weiter nach Caldera. Caldera ist ein kleines Städtchen am Meer, direkt neben Bahía Inglesa, einem bekannten Strand, und bot uns die perfekte Gelegenheit ein bisschen zu entspannen.

Tai Chi am Strand, rumliegen, Bücher lesen, Blogposts schreiben, Fotos sortieren. Ferien vom Reisen wenn man so will. Wir haben uns natürlich auch ausgiebig das kleine Dorf angeschaut, aber es gibt halt schon nicht so wahnsinnig viel her. Es hat diverse kleine Restaurants, welche teilweise sehr kreative und leckere Sachen auf der Karte haben, aber alles in allem ist das Dorf halt schon ziemlich verschlafen.

Calama, Chile – 1.-2. Nov. 2016

Wir haben also unser Auto wieder zurückgebracht, in einem Stück und ohne Kratzer, dafür völlig verstaubt, wie sich das nach einer Wüstentour halt gehört. Was machen wir nun also mit einem ganzen Tag in Calama? Genau! Die grösste Kupfermine der Welt anschauen.

Ob es wirklich die grösste Kupfermine und der grösste Open-Pit und das grösste von Menschen erstellte Loch der Welt ist, können wir nicht mit Sicherheit bestätigen, aber es ist auf jeden Fall beeindruckend. Die Mine heisst Chuquicamata, oder “Chuqui” wie die Leute hier sagen und teilt sich den Namen mit dem ausgestorbenen Minendorf, welches gleich unterhalb der Mine liegt. In diesem Fall wurde das Dorf natürlich nicht verlassen weil die Mine nicht rentieren würde, sondern weil man seit ein paar Jahren nicht mehr in der Schwerindustriezone siedeln darf (Ihr wisst schon… Gesundheit und so).

San Pedro de Atacama, Chile – 1. Nov. 2016

Nach einer wiederum ziemlich kalten Nacht im Auto erwachen wir zum wunderbaren Panorama des Valle de la Luna im Licht des Sonnenaufgangs. Heute werden wir zum tiefsten Punkt der Atacamawüste fahren, der Salar de Atacama, also dem Salzbecken.

Von San Pedro aus fahren wir wiederum auf einer schnurgeraden Strasse nach Süden, an mehreren kleinen Ortschaften/Oasen vorbei und sogar durch einen Wald! Nach etwa zwei Stunden fahrt erreichen wir dann die Salar de Atacama, also das Salzbecken. Das Salzbecken ist umgeben von Gebirgszügen und ist der tiefste Punkt der Atacamawüste. Zufliessendes (wenn auch seltenes) Regenwasser hat keine Abflussmöglichkeit und sammelt sich unter dem Becken. An einigen Stellen tritt das Grundwasser dann auch wieder hervor und bildet kleine Lagunen mit extrem hohem Salzgehalt, vergleichbar mit dem toten Meer (aber eher noch salziger).

San Pedro de Atacama, Chile – 31. Okt. 2016

Nach einer ziemlich kalten und unbequemen Nacht die wir in unsere Schlafsäcke eingewickelt in unserem Mietauto verbracht haben, müssen wir heute bereits um 4 Uhr aufstehen.

Der Grund weshalb wir so früh aufstehen müssen ist, dass wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang um 6 Uhr beim Geysirfeld El Tatio am kommen möchten. El Tatio ist eines der grössten Geysirfelder der Welt und liegt nördlich von San Pedro, nahe der Bolivianischen Grenze, auf über 4200 m.ü.M. Bei unserer Fahrt nach El Tatio fällt das Thermometer auf unter -13°C.

San Pedro de Atacama, Chile – 29.-30. Okt. 2016

Von Iquique geht es weiter nach Calama, einer Minenstadt mitten in der Atacamawüste. Hier mieten wir uns morgen ein Auto und fahren für drei Tage auf eigene Faust in die Wüste.

Nach einer Nacht in Calama holen wir uns am frühen Morgen unseren reservierten 4×4 Geländewagen vom Flughafen ab und fahren los in Richtung San Pedro, einem kleinen Dorf mitten in der Atacamawüste. Zuerst machen wir aber noch halt bei einem Einkaufscenter in Calama und decken uns mit Wasser und Lebensmittelvorräten für die nächsten drei Tage ein. Nach einer Stunde fahrt über das Hochplateau quer durch die Wüste und auf schnurgerader Strasse erreichen wir San Pedro de Atacama.

Iquique, Chile – 27.-29. Okt. 2016

Nach dem kleinen Städtchen Arica wollten wir ein bisschen mehr Strand und eine grössere Stadt, also entschieden wir uns für Iquique. Leider war das Wasser ein bisschen zu kalt fürs baden und da die Saison noch nicht begonnen hatte, waren auch die meisten Restaurants und Läden geschlossen. Wir erkundeten die Stadt wie gewohnt zu Fuss. Iquique hat eine wunderbare Strandpromenade, auf der südlichen Seite vor allem fürs baden ausgelegt, im Norden ein Paradies für Surfer.

Arica, Chile – 25.-27. Okt. 2016

Arica ist die nördlichste Stadt von Chile und liegt direkt am Meer. Arica ist bekannt als Stadt des ewigen Frühlings und als trockenster Ort der Welt.

Das Meer geht direkt ausserhalb der Stadt in Sandwüste über, ausser in zwei kleinen Flusstälern, in denen tropische Früchte angebaut werden. Arica ist eine kleine, verschlafene Hafenstadt. Die Hauptattraktionen sind das alte Zollgebäude und eine Kathedrale erbaut von Gustave Eiffel (ja dem Architekten des Eiffelturms in Paris). Über Stadt liegt der Cerro Morro de Arica, der Hausberg von Arica, von wo aus sich wunderbar das gemächliche Treiben im Hafen beobachten lässt.

¡Adios Bolivia! – Border crossing in a nature reserve

Bereits nach einer knappen Woche verabschieden wir uns wieder von Bolivien und damit auch vom Altiplano, dem Hochplateau der Anden, das uns von Peru bis Bolivien begleitet hat. Nachdem wir die letzten zwei Wochen fast konstant auf über 3500 m.ü.M. verbracht haben, freuen wir uns wieder auf Meer. Wir nehmen deshalb den Bus von La Paz, Bolivien in die Küstenstadt Arica, Chile.

Diese Busfahrt wird eine unserer schönsten Busfahrten bisher, denn der Grenzübergang liegt auf 4500 m.ü.M. zwischen dem Sajama Nationalpark auf Bolivianischer Seite und dem riesigen Lauca Nationalpark auf Chilenischer Seite. Die Grenze ist klar markiert durch eine beeindruckende Kette von Vulkanen. Auf der kargen Hochebene gibt es riesige Herden von Llamas und Vicuñas, und mehrere Lagunen mit pinken Flamingos. Der Grenzposten Bolivien-Chile befindet sich dann direkt am Chungará-See unter dem beeindruckenden Parinacota-Vulkan.

La Paz, Bolivien – 22.-25. Okt. 2016

Nuestra Señora de La Paz, zu Deutsch “Unsere Liebe Frau des Friedens”, wie die Stadt offiziell heisst, ist der Sitz der Regierung von Bolivien. La Paz kam uns in jeglicher Hinsicht als eine Stadt der grösstmöglichen Gegensätze vor.

Um von Copacapana nach La Paz zu gelangen, mussten wir eine See-Enge des Titicaca-See bei Tiquina mit einer abenteuerlichen Fähre passieren. Das heisst unser Bus wurde auf ein winziges Fährboot verfrachtet und wir überquerten den See mit Böötchen. Wenn man vom Titicaca-See her nach La Paz fährt, erreicht man zuerst die Satelliten-Stadt El Alto auf über 4000 m.ü.M, die auch den Flughafen von La Paz beheimatet. Die eigentliche Stadt La Paz erstreckt sich dann von El Alto bis ins tief eingeschnittene Canyon des Río Chokeyapu auf nur 3100 m.ü.M.

Copacabana, Bolivien – 19.-22. Okt. 2016

Obwohl beim Name “Copacabana” heute jedem der Strand in Rio de Janeiro in Brasilien in den Sinn kommt, ist das originale Copacabana ein kleines Städtchen in Bolivien am Ufer des Titicaca-See.

Mit Puno haben wir nun auch Peru den Rücken gekehrt und begeben uns auf eine malerische Fahrt entlang dem Ufer des Titicaca-Sees. Der Grenzübertritt per Bus verläuft problemlos (zumindest für uns als Schweizer).

Copacabana könnte aus der Aymara-Sprache entlehnt sein wo “kota kahuana”=”Sicht auf den See” bedeutet. In der Basilika von Copacabana befindet sich die Virgen de Copacabana, eine Marienfigur die auch als Schutzheilige des Titicaca-Sees verehrt wird. Da am Strand von Rio de Janeiro in Brasilien in einer Kapelle eine Kopie dieser Marienfigur steht, wurde dieser Strand ebenfalls Copacabana getauft.